Änderungen bei Lohn von Beschäftigten in Werkstätten (WfbM) geplant.

Änderungen bei Lohn von Beschäftigten in Werkstätten (WfbM) geplant.
Verbesserungen nur auf den ersten Blick….

Gemäß § 221 Absatz 2 SGB IX zahlen Werkstätten den Beschäftigten im Arbeitsbereich ein Entgelt, das sich aus einem Grundbetrag und einem Steigerungsbetrag zusammensetzt. Grundbetrag sowie Steigerungsbetrag werden über die Erlöse der Werkstatt refinanziert.

Der Grundbetrag steht jedem Werkstattgänger zu unabhängig davon, ob er mit seiner Leistungsfähigkeit diesen Betrag erwirtschaften kann. Der Grundbetrag ist gesetzlich festgelegt und an die Höhe des Ausbildungsgeldes gekoppelt, welches die Bundesagentur für Arbeit im Berufsbildungsbereich leistet.

Erwirtschaftet ein Werkstattgänger aufgrund seiner Leistungsfähigkeit Einnahmen über diesen Grundbetrag hinaus, erhält er einen Steigerungsbetrag. Der Steigerungsbetrag ist damit die eigentliche Motivation für Werkstattgänger, ihre Leistungsfähigkeit abzurufen.

Die Bundesregierung plant nun die Erhöhung des Ausbildungsentgeltes. Aufgrund der Kopplung wirkt sich direkt auf den Grundbetrag in der Werkstatt aus.   

Der deutliche Anstieg des Grundbetrages von derzeit 80 Euro auf 117 Euro ist nur auf den ersten Blick eine gute Nachricht. An den Erlösen der Werkstatt, aus denen sich Grundbetrag und Steigerungsbetrag in ihrer Gesamtsumme refinanzieren, ändert sich nichts. Die Steigerung des Grundbetrag wirkt sich damit negativ auf den Steigerungsbetrag aus.

Die Position der Betroffenen zu diesem Thema ist in der beigefügten Stellungnahme zusammengefasst.


Stellungnahme Entgelterhöhung

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