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Monatsspruch Mai

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Monatsspruch Mai

Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele.
(Hebräer 6,19/ LU17)

Monatsspruch Mai 2026 (Hebräer 6,19/ LU17)
Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele.

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
Welche Hoffnung? frage ich mich. Was will der Spruch mir sagen? In der Bibel lese ich nach. Mit vielen historischen Bildern weist der Schreiber darauf hin, dass etwas so sicher ist, dass das „Lebensschiff“ ankern kann. Das bedeutet, dass das Leben an einer Stelle „im Wasser“ gehalten wird und dort Wind und Wellen übersteht. Während der Volksmund sagt: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ meint der Schreiber: „Diese Hoffnung stirbt nicht!“
Welche Hoffnung so unerschütterlich fest ist, dämmert mir als ich die Voraussetzung lese, die der Schreiber vorher benennt. Christen wissen um die Auferstehung der Toten und um ein Gericht Gottes und auch um Taufe und Handauflegen. Auf diese geistlichen Grundlagen ist das Leben aufgebaut. Eine sehr weitgehende Verheißung wird da beschrieben. Der „feste Anker“ ist das Fazit, das der Schreiber hier über „die Hoffnung“ sagt.
Endlich finde ich ein Bild: Abraham, der Gottes Zusage vertraute und in ein neues Land zog, hatte keine Kinder. Aber Gott hatte ihm versprochen, dass seine Nachkommen unzählbar viele sein werden. Weil Abraham Gott das zutraute, ließ er den Zweifel in sich nicht zu. Darüber wurde er sehr alt. Dem alten Mann gab Gott dann endlich doch Kinder. Bis heute gibt es Menschen, die Vater Abraham als Urahn benennen. Hoffnung auf die genannte Verheißung lässt sich mit dem Warten und Hoffen Abrahams vergleichen.
Konkret: Der Schreiber rechnet fest damit, dass alles Glauben und das Tun, das sich über diesen Glauben erklären lässt, sinnvoll ist und bleibende Wirkung hat. Wer glaubt, dass Jesus auferstanden ist und seine Leute auch nach dem Tod weiterleben lässt, steht nicht unter Zeitdruck; kann also Lebenszeit einsetzten um anderen Menschen Gutes zu tun – sie zu segnen. Und ja: Das lohnt sich! Die Hoffnung, dass die kleinen Schritte am Ende in eine Zukunft im Reich des großen Friedensherrschers einmünden, ist gut begründet: Fest wie ein Anker, der ein Schiff im Wasser am davonschwimmen hindert.
Gott hält Wort. So große Zuversicht wünsche ich mir. Haben Sie sie schon?

H. Christoph Geuder
KirchenBezirksSozialarbeiter