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Monatsspruch November

Monatsspruch

Monatsspruch November

Der HERR wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation; und sie erlernen nicht mehr den Krieg. 

(Jesaja 2,4/ EUE)

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser 

Ein Wanderer zieht durchs Land. Mit Stock und wenig Gepäck folgt er seinem Weg. Er zieht durch bisher unbekannte Gegenden. Das Ziel liegt viele, viele Tagesreisen entfernt. Unterwegs ist er überall ein Fremder. Sein Ziel ist ein Hoffnungsort. Dort will er Gott begegnen. Der Mann sehnt sich danach, dass zuhause der Streit aufhört. Über Generationen zanken sich die Leute um den kleinen See zwischen seinem Dorf und den Nachbarn: Wessen Vieh darf trinken? Wer darf fischen? Bis wohin dürfen die Kinder schwimmen? … In beiden Dörfern regen sich die Leute auf. Und regelmäßig kommt es zu Gewalt zwischen den Parteien. Das will er nicht mehr. So ist er aufgebrochen – durch fremde Gegenden – in die heilige Stadt Gottes. Er will sein Anliegen dem Friedenskönig vortragen. 
Nach fast tausend Kilometern, ist er nicht mehr allein. Unterwegs traf er auf Leute mit dem gleichen Anliegen. Gemeinsam pilgern sie. Und gemeinsam beten sie zu Gott. Sie fassen ihre Hoffnung in Worte. Mit eigenen Bildern und mit alten Gedanken aus der Bibel formulieren sie einen Traum. 
Wer die Zukunftsgewandten Worte der Bibel ernst nimmt, hofft mit den Leuten, die durch die Zeit reisen und sich fremd fühlen auf ein Ziel: Gottes Sohn wird regieren. Er schlichtet den Streit um den Teich. Er weist die Feinde zurecht und zeigt ihnen ihre Grenzen – sowohl in der Landschaft als auch im Tun. 
Die Perspektive des Prophetenwortes gilt der Erde mit allen Menschen. Unter der Herrschaft des von Gott eingesetzten Königs hören die Menschen auf, das Kämpfen zu lernen. Sie investieren in Landwirtschaft statt in Waffen. Sie leben miteinander in Frieden. Diese Sehnsucht teile ich und auch die Hoffnung, dass Gott sein Friedensreich aufbaut. Und ja, er ist bereits damit beschäftigt: Bürger wird, wer dem Zimmermann aus Nazareth glaubt und seinem Vorbild folgt. 

H. Christoph Geuder 
KirchenBezirksSozialarbeiter